Sieben geförderte Projekte beim ersten Call 2020

19.03.2020

Im Rahmen der ersten von drei Förderrunden des Jahres 2020 hat IDM Südtirol eine Förderung für sieben Projekte zugesagt. Drei der geförderten Filmvorhaben stammen aus Italien – eins davon aus Südtirol –, zwei aus Deutschland, eins aus Frankreich und eins aus Schweden. Die in Entwicklung und Produktion unterstützten Projekte generieren insgesamt rund 72 Drehtage in Südtirol, der erwartete Territorialeffekt beträgt rund 1,97 Millionen Euro.

Insgesamt sechs der sieben Projekte erhalten eine Produktionsförderung. Dazu gehört der romantische Horror-Fantasy-Film Non mi uccidere der Vivo film S.r.l. aus Rom. Insgesamt 29 von 34 Drehtagen des Projektes werden unter der Regie von Andrea De Sica („Baby“) in Südtirol realisiert. Ebenfalls Produktionsförderung erhält das aus Deutschland stammende Projekt IL PASTORE. Inszeniert wird der Thriller an 15 von insgesamt 44 Drehtagen in Südtirol. Für die Produktion zeichnen sich die Good friends Filmproduktion aus Berlin und die Satel Film GmbH aus Wien verantwortlich. 

Mit Dieci Giorni con Babbo Natale wird auch eine Komödienproduktion von IDM Südtirol gefördert. Die Fortsetzung des Kinohits Dieci Giorni senza Mamma ist ein Projekt der Colorado Film Production C.F.P. S.r.l. aus Mailand. Alessandro Genovesi ist erneut für Regie und Drehbuch (gemeinsam mit Giovanni Bognetti) verantwortlich. Die Kinokomödie wird an 11 von 35 Drehtagen in Südtirol realisiert und setzt zwei Jahre nach dem Ende des Vorgängerfilms ein.

Eine Förderung erhält auch der Horrorfilm The Deep House, eine Produktion der Radar Films Sas Paris. Das Drehbuch schrieben Maury Julien und Bustillo Alexandre, die auch die Regie übernehmen. Das Projekt mit Rowe Camille in einer der Hauptrollen wird an 5 von insgesamt 45 Tagen in Südtirol gedreht.

Das aus Schweden stammende Projekt Till sleep do us part wird ebenfalls in der Produktion unterstützt. Für Drehbuch und Regie des Dramas zeichnet sich Peter Dalle verantwortlich, die Produktion übernimmt Unlimited Stories AB limited company aus Stockholm. Von insgesamt 35 Drehtagen werden 3 in Südtirol realisiert.

Auch die Dokureihe Wildnis Europa - Tiere der Superlative der Gebrüder Beetz Filmproduktion GmbH aus Lüneburg wird bei der Produktion unterstützt. Eine der sechs Episoden wird an 9 Drehtagen in Südtirol und von der Südtiroler Regisseurin Veronika Kaserer umgesetzt. Um die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und ihrem täglichen Leben besser kennenzulernen, werden spezielle Kameratechniken angewendet und wo möglich sogar aus der Sicht der Tiere gefilmt. Der Film nimmt uns mit auf eine Reise auf den Spuren der unterschiedlichsten tierischen Bewohner Europas, die weit über die jeweiligen Landesgrenzen hinausführt.

Mit Gasbarra erhält in dieser Förderrunde ein Südtiroler Dokumentarprojekt der Mediaart Production Coop aus Bozen Unterstützung bei der Produktionsvorbereitung. Das Treatment stammt von Gabriel Heim, Regie wird Martin Hanni führen. Gezeigt wird das Leben des deutsch-italienischen Schriftstellers Felix Gasbarra, der im Berlin der 1920er Jahre lebt, als Zimmermann arbeitet, dichtet und für das Satiremagazin „Der Knüppel“ schreibt. Seine Flucht vor dem Nationalsozialismus führt Gasbarra zusammen mit seiner Familie 1934 über Zürich nach Rom, wo er als Sprachrohr für das deutschsprachige Radio des faschistischen Regimes arbeitet und schließlich sogar Mussolini privaten Deutschunterricht gibt. Gegen Ende des Krieges 1945 zensiert Gasbarra in Bozen für die britische Armee die Presse. Bis zum Ende seines Lebens arbeitet Gasbarra als Übersetzer und Autor fürs Radio. Heute gilt er als Pionier des dokumentarischen Hörspiels.

 

Foto: Colorado Film Production/Loris T. Zambelli